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Es "zacherlt" wieder!

Unsere neuen Kirchweihfahnen ("Zacherl")

Nun ist sie wieder da die Kirchweihzeit. Das Wort Kirwa bezeichnet den Tag des Patroziniums der Ortskirche. Da vielerorts das eigentliche Weihedatum aber nicht mehr bekannt ist, wurde die „Allerweltskirchweih„ auf den 3. Sonntag im Oktober eingeführt und damit man wusste, wann und wo Kirchweih ist, hat man nach altem Brauch und Sitte die Kirchweihfahne, den sogenannten „Zacherl„ aus dem Kirchturm gehängt. Auch bei uns wird heuer in den Kirchen der Pfarreiengemeinschaft dieser alte Brauch wieder neu belebt.

In geselliger Runde im Gasthaus in Frauensattling sind wir irgendwann einmal auf diesen Brauch gekommen, und ich sagte, schade, dass der „Zacherl„ hier in Vergessenheit geraten ist. Da hat sich der Schützenverein und die Feuerwehr spontan bereit erklärt, aus dem Erlös des Festes vom 15. August für Frauensattling und Binabiburg eine Kirchweihfahne zu stiften. Fleißige Hände haben inzwischen auf den Kirchtürmen die notwendigen Arbeiten für die Aufhängung gemacht. Allen dafür bereits jetzt schon ein herzliches „Vergelt`s Gott“. Woher kommt der Ausdruck „Zacherl„? Die Älteren wissen es vielleicht noch, aber die Jugend hat davon noch nicht viel gehört. So will ich heute die Geschichte des „Zacherl„ der Kirchweihfahne erzählen.

Am Kirchweihtag wird das Evangelium vom Zachäus gelesen und daher kommt auch der Ausdruck. Der Zachäus war ein gar arger Sünder, hat in seinem Leben nix getan als die Leute beschissen. Da ist er eines Tages in sich gegangen und hat sich ein Gewissen gemacht. Ein kleines Mander`l ist er gewesen, und wie eines Tages unser Herr Jesus Christus selbst nach Jerusalem kam, da wollte der Zachäus ihn auch sehen. Wegen der vielen Menschen musste er damals auf einen Baum kraxeln, damit er ihn sehen konnte. Dabei hat er sich die Hose zerrissen. Der Legende nach soll die Hose rot gewesen sein und weiß hat am Hintern sein Hemd herausgeschaut. Die Leute von Jerusalem lachten und schrien, als sie die zerrissene rote Hose und das weiße Hemd sahen und riefen einander zu: „ Seht der Zachäus hat sogar für unseren Jesus eine neue Fahne machen lassen.„ Und seit alters her ist deshalb die Kirchweihfahne Rot mit einem weißen Kreuz und wird im Volksmund „Zacherl„ genannt. Also schauen Sie hinauf auf unsere Kirchtürme, wenn der Zacherl vom Kirchweihsamstag bis Kirchweihdienstag uns allen verkündet – Heut ist Kirchweih „ Noch eins, bei uns im Allgäu heißt es an Kirchweih „ Kurze Predigt, lange Bratwürst „

Ich wünsche Euch allen ein schönes Kirchweihfest!

Pfr. W. Kaspindalin

 

 

"Die Gelegenheit beim Schopf packen!"

 

25-jähriges Priesterjubiläum von Alfred Wölfl


Binabiburg. „Vor rund 25 Jahren ist das Wetter ähnlich regnerisch-kühl gewesen!“, meinte Dekan Alfred Wölfl zu Beginn des Dankgottesdienstes anlässlich seines 25-jährigen Priesterjubiläums in der gut gefüllten St. Salvator-Kirche in Binabiburg.

Pfarrer Kaspindalin beglückwünschte den Jubilar und verwies darauf, dass Wölfl als Priester jeden Abend beim letzten Gebet auch für die ihm anvertraute Herde bete und er dies auch 25 Jahre für seine Heimatgemeinde getan hätte und ihr 25 Jahre die Treue gehalten habe. Dekan Wölfl wünsche kein Geschenk seiner Heimatgemeinde sondern bitte stattdessen um Spenden für die alte, außergewöhnliche Orgel seiner Primizkirche, die nach Willen der Binabiburger Kirchenverwaltung restauriert werden soll. Pfarrer Kaspindalin bedankte sich für diesen ersten Grundstein zur Restaurierung mit einem herzlichen „Vergelt's Gott!“ und fragte sich, wie wohl die restaurierte Orgel zum 50. Priesterjubiläum klingen werde.

Die Predigt, die in der letzten Ausgabe der „Katholischen Sonntagszeitung (Regionalausgabe für das Bistum Regensburg) veröffentlicht wurde, stellte Wölfl unter die Überschrift „Die Gelegenheit beim Schopf packen“. Diese Redewendung stamme vermutlich von einer bildlichen Darstellung aus der griechischen Mythologie, in der der Gott „Kairos“ in ständiger Bewegung und so schnell sei, dass man diesen Gott nur festhalten könne, wenn man ihn an seinem Schopf packe. Er verwies später darauf, dass Gott keine großen Erfolge sondern Elementarteilchen wie Menschlichkeit, Güte, Wärme, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und ganz sicher auch Dankbarkeit erwarte. Dazu gehöre aber auch eine Bindung zu Gott. Wem es dadurch gelinge, so zu leben, dass Gott durch jemanden hindurchscheine, würde in diesem Moment die „Gelegenheit beim Schopf gepackt“ werden.

Am Ende des gut besuchten Gottesdienstes, der vom Binabiburg Kirchenchor gestaltet wurde, beglückwünschte Pfarrgemeinderatssprecher Wolfgang Priller dem Jubilar. Priller erinnerte sich an großes Lob, das er zufällig über den bodenständigen Priester Alfred Wölfl gehört habe und stellte fest, dass Wölfl, auch wegen der Rückschlägen, die das Leben leider mit sich bringen würde, ein glaubwürdiger Verkünder des Evangeliums sei. Um nicht mit völlig leeren Händen dazustehen, überreichte Priller einen kleinen Korb mit ausgesuchten Weinen für den Jubilar.

Wölfl bedankte sich für die Gratulationen und versprach, sie bald wieder in seiner Heimat sehen zu lassen.

 

 

 

Ein weiteres "Vergelt's Gott!"

Der Franziskaner-Missionsverein in Bayer e. V. bedankt sich mit einem großen "Vergelt's Gott!" für die Spende von 500,- €, die im Anschluss der Pfarreiengemeinschaftsversammlung beim Fastensuppenessen sowie weiterer Aktionen gesammelt werden konnten.

250,- € stehen Projekten der Pfarrei Concepción zur Verfügung. 250,- € werden an die Ausbildungswerkstätten in Concepción weitergeleitet. In Concepción kann man zur Schneiderin, Schreiner, Schnitzer und Mechaniker/Elektriker ausgebildet werden und erhält am Ende der Ausbildung auch ein staatlich anerkanntes Zertifikat ("Gesellenbrief"). Da es in Bolivien kaum Ausbildungsmöglichkeiten gibt, ist jeder Cent eine große Hilfe!

Der Missionsverein hat uns eine PDF-Datei zur Verfügung gestellt, mit der man sich über Leben und Arbeiten der Franziskaner in Bolivien näher befassen kann. Klicken Sie bitte hier.

Vergelt's Gott!

Ein herzliches "Vergelt's Gott!" den fleißigen Helferinnen, die in Aich und Binabiburg die Kräuterbuschen gebunden und verkauft haben.

Ein herzliches "Vergelt's Gott!" auch allen Käufern und Spendern, die diese Aktion unterstützt haben. Es konnten stolze 250,- € Einnahmen erzielt werden, die an das russische Kloster in Rom überwiesen worden sind (siehe nachfolgenden Artikel).

 

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"Rührt mir das russische Volk nicht an, denn dieses Volk trägt Gott im Herzen"

Das ist meine eigentliche Familie. Die Schwestern des kleinen russischen Klosters in Rom (von links: Schwester Olga, Schwester Arangela, Schwester Elena, Mutter Äbtissin Ekatharina).

Ich möchte Ihnen einen kleinen Bericht geben über mein geliebtes russisches Kloster in Rom, wohin bereits Spenden geflossen sind. Sicher sind Sie interessiert  an der Geschichte des Klosters und wie ich dazu komme. Ich möchte es Ihnen heute kurz schildern.

Als nach den Wirren des 2. Weltkrieges die Religion in Russland verboten wurde und die Ukrainische Kirche praktisch ausgelöscht wurde, wurden die Klöster geschlossen und die Mönche und Schwestern vertrieben oder getötet oder verurteilt in ein Straflager nach Sibirien zu gehen. In Sibirien starben etwa 5000 Priester und Mönche und an die 4000 Schwestern.

Mehr…

Vielen gelang aber noch die Flucht und denen, die das Glück hatten, unerkannt über die Grenze zu kommen, fanden in anderen Ländern eine neue Unterkunft, die die alte Heimat aber nicht ersetzen konnte. Die Menschen hatten nicht nur ihren Wohnsitz verloren, sondern auch die religiöse Heimat.

Der Heilige Vater Papst Pius XII. erkannte die Not nicht nur der jüdischen Verfolgten, sondern auch der um des Glaubens Willen verfolgten und zögerte nicht, sowohl für die Juden, als auch die verfolgten ukrainisch-katholischen Menschen einzutreten.

Papst Pius XII. war ein großer Freund der Ostkirche, er war es auch, den das Wort von Fjodor Dostojewski zutiefst im Herzen traf:

"Rührt mir das russische Volk nicht an, denn dieses Volk trägt Gott im Herzen"

Papst Pius XII. weihte Russland der Muttergottes. Dieser wunderbare Papst rief nun alle Klöster auf der ganzen Welt auf, die vertriebenen Schwestern und Mönche aufzunehmen. Den Schwestern, die nach Rom kamen, überließ er am Stadtrand von Rom an der Via della Pisana ein altes Haus mit einem Garten und bat die Schwestern, hier ein Kloster zu errichten und besonders für den Hl. Vater und die Einheit der Kirche zu beten.

 

So kamen 5 Schwestern zusammen und gründeten das kleine russische Kloster,das der Gottesmutter von der Himmelfahrt geweiht wurde. Es waren die Äbtissin Mat Ekatharina, die Ikonenmalerin Mat Archangela, die Gärtnerin Mat Olga, die Schneiderin Mat Maria, die alte Einsiedlerin Mat Junia und die Novizin Mat Elena.

Diese 5 Schwestern lebten seit Kriegsende dort, arbeiten und beteten und lebten von dem, was ihnen gute Menschen schenkten. Sie waren mit allem zufrieden. Die Schwestern hatten es nicht leicht, aber trotzdem überlebten sie mit der Hilfe Gottes und den Spenden von lieben Menschen.

Als erstes mussten sie den Garten urbar machen, damit sie Gemüse anbauen konnten. Viel Arbeit war nötig, um das alte Haus bewohnbar zu machen, aber sie hatten Mut und mit der Hilfe der Gottesmutter schafften sie es.

Das Leben der alten Schwestern war hart und arm und so ist es bis heute geblieben. Die Schwestern bekommen keinerlei staatliche Hilfe, da sie heimatlose Ausländer sind. Sie leben nur von dem, was sie erarbeiten. Eine Hauptaufgabe war es, die Messgewänder für die Orthodoxe Kirche zu nähen und Ikonen zu malen.

Die Schwestern haben aber nie gejammert. Durch meinen hochverehrten Bischof Platon Kornyliak, dem Exarch der kath. Ukrainer wurde ich auf das Kloster aufmerksam gemacht. Er bat mich, wenn es möglich sei, das Kloster doch zu unterstützen.

Ich versprach der Gottesmutter Maria und dem hl. Josaphat, wenn ich Priester werde, dann will ich das tun. Gott hat es gefügt und ich darf mit gutem Gewissen sagen, ich habe auf alle Geschenke und auf allen Pomp bei meiner Primiz verzichtet zu Gunsten des Klosters. Es gab keine Nachprimizen, kein großes Festgelage, wir waren nur 160 Personen und nicht mehr und nicht weniger.

Jeden Pfennig habe ich damals, 1989, an das Kloster weitergeleitet:

Opfergeld bei der Primiz

1.000,00 DM

geschenktes Geld

2.000,00 DM

Geschenke Freunde und Nachbarn

2.000,00 DM

Geldgeschenk meiner ersten Stelle

246,00 DM

überwiesen an das Kloster:

5.246,00 DM

Konto angelegt für das Kloster:

2.867,00 DM

Und all das hat mir nichts als Segen gebracht.

So wuchs unsere Beziehung und immer, wenn es Not am Mann war im Kloster, wandten sich die Schwestern vertrauensvoll an mich und mit Hilfe Gottes und den Wohltätern, konnte ich immer wieder helfen.

Jahre vergingen und die Schwestern wurden immer älter und gebrechlicher, aber ich konnte aus der Ferne helfen. Als ich 1992 nach Rom abberufen wurde ans Russicum, konnte ich über 3 1/2 Jahre Priester und Helfer in meinem geliebten Kloster sein. Der Abschied fiel schwer.

Nun noch einen kleinen Einblick in das Kloster. Hier ein Blick in die Kirche des Klosters:

Hier feierte ich die Liturgie im byzantinischen Ritus, als ich mit den Schwestern zusammen leben durfte. Täglich beteten die Schwestern während der Woche 5 Stunden am Tag und an den Feiertagen bis zu 8 Stunden.

Ihr Pfr. Werner Kaspindalin

Wenn Sie das Kloster unterstützen wollen, klicken Sie bitte hier, um mit Pfr. Kaspindalin Kontakt aufnehmen zu können.

 

 

Weniger…

 

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Der Papst lädt zum Weltjugendtag 2019 in Panama (mehr Infos unter: www.wjt.de)

 

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Liturgischer Kalender (Homepage Bistum Regensburg)

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