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Wer ist eigentlich der Nikolaus (Quelle: katholisch.de)?

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Adventskalender der Diözesen Augsburg, Bamberg, Eichstätt, München und Freising, Passau, Regensburg und Würzburg

Neu: Tagessegen

Ab sofort können und dürfen wir auf unserer Homepage den Tagessegen mit Pfr. Heinz-Jürgen Förg aus dem Bistum Mainz veröffentlichen. In einer kurzen zweiminütigen Predigt zum Tagesevangelium erhalten Sie täglich einen neuen geistlichen Impuls:

Einladung

Predigt zum Volkstrauertag

Auf mehrfachen Wunsch veröffentlichen wir an dieser Stelle gerne die Predigt zum Volkstrauertag von Pfr. Werner Kaspindalin (die Fotos stammen von Rudi Plinninger):



"Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Zwischen Allerseelen und Totensonntag eingebettet ist der Volkstrauertag. Ein Gedenktag von ehrwürdiger Tradition und Geschichte. Hat dieser Tag aber überhaupt nach 50 Jahren noch Sinn?

Liebe Brüder und Schwestern, wer so fragt, der hat noch nie einen Soldatenfriedhof besucht. Der hat noch nie die vielen Kreuze gesehen. Diese Symbole des tausendfachen Sterbens. Ein Soldatenfriedhof spricht eine ganz eigene Sprache.

Der Besuch eines Friedhofs im Dorf hier hat eine völlig andere Atmosphäre, eine Fülle privater Bezüge, denn hier kennen wir alle, die dort liegen. Hier hat jeder seinen persönlichen Grabstein.

Und doch mag es einem passieren, wenn man nach Jahren wieder auf den Heimatfriedhof kommt, dass man ein Grab nicht mehr findet. Es ist "aufgelassen".

Das ist der Unterschied zu einem Soldatenfriedhof, da ist nichts Privates. Da gibt es keine Unterschiede in der Grabsteingestaltung, da sind alle gleich. Und in einem Soldatenfriedhof wird kein Grab nach 15 Jahren einfach aufgelassen. Wer einmal durch einen Soldatenfriedhof geht, der spürt, dass jedes einzelne Grab ihn etwas angehen, was in einem Dorffriedhof nicht so ist.

Da stehen fremde Namen, Jahreszahlen - da steht ein Jüngling - ein Mann - und es bewegt sich etwas in uns, denn wir spüren, alle dies Menschen sind für uns, für mich und dich, gestorben. Dann wieder ein Kreuz ohne Namen, ein Unbekannter, aber im Soldatenfriedhof nicht vergessen. Die Eltern oder die Gattin wissen nicht, wo Ihr Sohn oder Mann ruht. Und doch wird irgendwo ein Grab gepflegt, auch ohne Namen.

Als einem Vater der Tod seines Sohnes bei Kolin gemeldet wird, schreibt er in sein Tagebuch: "Kolin - mein Sohn verscharrt im Sand, wer weiß wo."
Menschen, Jugendliche, freiwillige Helfer, junge Männer und Frauen verschiedenster Nationen haben ihn wieder ausgegraben und ihm ein Grab gegeben, ihm eine Würde gegeben. Der tiefe Sinn des Volkstrauertages ist, die Toten nicht zu vergessen. Wir tun es nicht, wenn wir niemals aufhören, uns um die Opfer der Kriege zu kümmern, das Andenken an schreckliches nicht einfach ignorieren, sondern immer wieder in den vielen Soldatenfriedhöfen auf der ganzen Welt vor Augen zu halten.

Wir dürfen nicht vergessen.

Vor kurzem habe ich mit einem amerikanischen Soldaten gesprochen über den Sinn dieses Tages und er sagte zu mir: "Vergessen sie in der Trauer um ihre Toten und das Leid der Frauen und Mütter aber nicht auch die Frauen und Mütter der amerikanischen, englischen, französischen und russischen Gefallenen."
Wir dürfen an diesem Tag auch nicht all die anderen vergessen. Es gibt wohl keinen, der im Krieg nicht einen Menschen verloren hat den er geliebt hat und um den er trauert. Diese gemeinsame Trauer soll uns verbinden - Deutsche und Amerikaner - Franzosen und Polen - Engländer und Russen.
Wir gedenken in dieser Stunde der Furchtbarkeit des Krieges. Wir sehen im Geiste die Verwundeten und Toten. Wir sehen die brennenden Häuser und Dörfer, aber wir hören auch tief im Herzen die mahnende Stimmer der Toten. Wir hören ihre Stimme, wenn wir hier vor dieser Tumba stehen. Jeder weiß, was sie sagt: "Unser Opfer ist euch eine Verpflichtung für den Frieden!"

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn! Wir dürfen uns nicht der Pflicht entziehen und die Erinnerung vergessen, sondern vielmehr die Erinnerungen wachhalten. Das friedliche äußere Bild unserer Tage darf uns nicht glaubend machen, dass so etwas nicht wieder passieren kann. Dunkle Wolken sind über Deutschland wieder aufgezogen, Wolken die eine braune Färbung zeigen. Jugendliche die wieder im Fackelschein marschieren, die wieder Hetzparolen gegen anders Glaubende und Fühlende hinausschreien und die noch jüngeren Herzen vergiften. Die am Computer den dritten Weltkrieg spielen und morden und morden und vergessen, wie schnell aus Spiel bitterer Ernst werden kann. Ist morden ein Spiel für Eure Kinder? Wollt Ihr Euch einmal Vorwürfe machen, wir hätten es ahnen müssen? Wir haben ihm das Todesspiel, das Morden am Computer nicht verboten, sondern nur für eine Zeiterscheinung angesehen.

Liebe Brüder und Schwestern: wehret den Anfängen! Oder wollt ihr noch einmal zuschauen wie Söhne und Gatten fort müssen und nicht wieder heimkommen? Wollt ihr noch mehr Soldatenfriedhöfe? Soll diese Tumba wieder aufgebaut werden? Es ist unausdenkbar, wenn das heutige Vertrauen von uns Deutschen unsere Nachbarvölker noch einmal enttäuschen würde.

Wir gedenken nun der Toten hören das Lied vom guten Kameraden. Wer war dieser gute Kamerad? Dieser gute Kamerad ist der, den wir selbst kannten, der für uns eingetreten ist und der neben mir an der Front, im Luftschutzkeller, im Lager, im Gefängnis, auf der Straße der Vertreibung aus dem Egerland und Schlesien war, der das gleiche Schicksal erlitt wie du, das ebenso dich treffen hätte können.

Unser guter Kamerad, dessen wir in diesem Augenblick gedenken, ist aber auch jeder der 50 Millionen Menschen, die in diesen unseligen Kriegen ihr Leben lassen mussten, das sie so geliebt hatten, wie jeder von uns.

Ich bitte sie nun, sich von den Plätzen zu erheben und der Toten zu gedenken."

 

 

Kinderchor sucht Sängerinnen und Sänger

Bild: Sarah Frank
In: Pfarrbriefservice.de

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Dann komm dienstags zu uns!

17:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Pfarrheim Binabiburg



Wir freuen uns auf Dich!





Kontakt:Christine Gschwandtner 08741/948484

 

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